Wohlbefinden statt Schimmel und Feuchte

Raumklima- und Schimmelmessungen gehen mikrobiellem Befall auf den Grund

Schimmelbildung in Innenräumen kann durch bauliche Mängel, unzureichendes Nutzerverhalten oder eine Kombination beider Faktoren verursacht werden. In jedem Fall ist eine Ortsbegehung und genaue Ursachenermittlung Grundlage für allfällige weitere Sanierungsschritte oder Empfehlungen zur Änderung des Wohnverhaltens. Messungen der Sporenkonzentration, der Luftfeuchte und der Mauerfeuchte sowie bautechnische Berechnungen liefern die Basis zu einer fachgerechten und objektiven Bewertung der Gesamtsituation.

Bei Raumklimamessungen werden Faktoren wie Feuchte, Temperatur und CO2-Gehalt über einen längeren Zeitraum aufgenommen und bewertet. Ein abschließendes, auch vor Gericht verwendbares Sachverständigengutachten sichert Beweise und hilft in zahlreichen Fällen, teure und letztendlich unnötige Auseinandersetzungen zu vermeiden.

Für eine Einschätzung im Hinblick auf das Gesundheitsgefährdungspotenzial ist die mit dem notwendigen Expertenwissen vor Ort durchgeführte Begutachtung der betroffenen Räume unerlässlich. Je nach Fragestellung können Innenraumanalysen auf Pilzsporen, die Gesamtzellzahl und/oder MVOC (Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzen und Bakterien) zielführend sein.

 

Ursachenanalyse und Beratung Messung von Schimmelsporenkonzentration Analyse Mauerfeuchte und Raumklimaparameter MVOC-
Messungen

 

Was ist Schimmel eigentlich?

Schimmelpilze sind ein natürlicher Teil unserer Umwelt und ihre Sporen sind daher auch in Innenräumen vorhanden. Die Vermehrung von Schimmelpilzen in Innenräumen ist dagegen als hygienisches Problem anzusehen. Normalerweise stammen die in Innenräumen vorgefundenen Pilzsporen aus der Außenluft. Stammen jene aus Innenraumquellen sind sie ein deutliches Zeichen für einen bestehenden Schimmelpilzbefall.

Ihre Verbreitung hängt von örtlichen Gegebenheiten ab. Dazu zählen das Lüftungsverhalten, sowie die bauliche Situation der untersuchten Räumlichkeiten. Auch die Außenluftbedingungen, die wiederum von den Jahreszeiten abhängen, prägen die Pilzsporenkonzentration.

„Schimmelpilze“ sind ein Sammelbegriff für Pilze, die typische Pilzfäden und Sporen ausbilden können und dadurch als (oft gefärbter) Schimmelbelag sichtbar werden. Schimmelpilze bilden in der Wachstumsphase Zellfäden, welche jedoch in dieser Phase normalerweise mit dem bloßen Auge nicht sichtbar sind. Zur Vermehrung und Verbreitung bilden Schimmelpilze asexuelle Verbreitungsorgane, welchem unter dem Begriff “Sporen” zusammengefasst werden. Da die asexuellen Sporen meist in großer Zahl produziert werden und oft gefärbt sind, werden die Schimmelpilze in diesem Stadium mit bloßem Auge (z.B. als Schimmelpilzflecken) sichtbar.

Gefahren und Hilfe

Schimmelpilzsporen gehören zu den wichtigsten Innenraumallergenen. Wissenschaftliche Studien ergaben, dass Bewohner bzw. Arbeitnehmer durch einen intensiven und langen Schimmelpilzkontakt ein erhöhtes Gesundheitsrisiko aufweisen. Je höher die Konzentration, desto höher ist das potentielle Risiko.

Die häufigsten gesundheitlichen Auswirkungen auf Menschen sind Schleimhaut- und Bindehautentzündungen, Schnupfen und allergisches Asthma. Weiters zeigen wissenschaftlichen Forschungsergebnisse, dass Schimmelpilze im Wohnbereich die Wahrscheinlichkeit einer Atemwegs-Erkrankung erhöhen. Besonders für Kinder sind von Schimmelpilzen und anderen Mikroorganismen belastete Wohnungen ein Risiko. Bei Kindern wurde auch aufgezeigt, dass eine erhöhte Raumluftkonzentration von Penicillium-Arten signifikant mit dem Ausbruch von kindlichem Asthma in Beziehung steht.

 

„Grundsätzlich gilt: Eine fachgerechte Sanierung kann nur durchgeführt werden, wenn die Ursachen für den mikrobiellen Befall erkannt und beseitigt werden.“ DI Peter Tappler