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Unser auf Vaterschaftsuntersuchungen spezialisiertes Labor erstellt genetische Fingerabdrücke ("Fingerprints") mit der STR-PCR-Methode. Diese Methode nutzt die Tatsache, dass bei jedem Individuum die Anzahl der "short-tandem-repeats" (STR) an definierten Genorten variiert. STR sind sich wiederholende DNA-Muster mit fester Abfolge des genetischen Codes (siehe Abb. 1). Aufgrund der unterschiedlichen Anzahl der Wiederholungen eines Musters entstehen bei jedem Individuum unterschiedlich lange STR an jedem STR-Locus (Genort).
Abb. 1: Schaubild eines STR-Locus im Vergleich von Mutter, Kind, möglichem und unmöglichem Vater. Der genetische Code wird durch die unterschiedlichen Farben symbolisiert.Die Anzahl dieser Wiederholungen wird auch vererbt, so dass Informationen über diese Wiederholungen Aussagen über Verwandtschaftsverhältnisse ermöglichen. Ein Mensch verfügt an jedem Genort/Locus über zwei unterschiedliche (oder gleiche) Wiederholungsanzahlen (sog. Allele), von denen jeweils eines an das Kind vererbt wird. Somit erbt ein Kind immer ein Allel von der Mutter und eines vom Vater. Der Ausschluß der Vaterschaft kann an einzelnen STR-Loci erfolgen, falls der getestete Vater keine Übereinstimmung der Wiederholungsanzahl mit der des Kindes aufweist. Sind bei allen STR-Loci Übereinstimmungen vorhanden, gilt die getestete Person als möglicher Vater. Die Wahrscheinlichkeit der Vaterschaft beträgt bei dem angewandten Testsystem mit bis zu 20 untersuchten STR-Loci mindestens 99,995%. Die Länge der STR und somit die Anzahl der Wiederholung der Muster wird durch die sogenannte Polymerasekettenreaktion (polymerase chain reaction, PCR) mit anschließender optischer Detektion durch hochauflösende Analysegeräte bestimmt (siehe Abb. 2). |
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![]() Abb. 2: Analyseergebnis eines STR-Locus. Anhand des Standards, bei dem es sich um eine Mischung aller möglichen Wiederholungsanzahlen handelt, werden die Allele der getesteten Personen zugeordnet. |
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