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Wohnraumlüftung und Hygiene
Im Rahmen einer vom Österr. Wirtschaftsministerium
beauftragten Studie wurden hygienische Aspekte bei
energiesparenden Maßnahmen umfassend erörtert und
bewertet.
Die Studie beschreibt aktuelle Publikationen, die in
Zusammenhang mit dem Problemkreis erschienen sind
und geht auf die Vor- und Nachteile ein, die mit dem
Betrieb unterschiedlicher Belüftungsarten und -
systemen einher gehen. Ausführlich behandelt werden
die Themen Luftionisation, Luftfeuchte und Radon
in Zusammenhang mit kleineren raumlufttechnischen
Anlagen. Es wird auch der Frage nachgegangen, ob
die Vermeidung bestimmter Einflüsse aus dem
Außenbereich
langfristig nicht vielleicht zu mangelnder
Widerstandsfähigkeit des Menschen gegen
Umwelteinflüsse führt (Hygienehypothese).
Der Schwerpunkt liegt bei Wohnraumlüftungsanlagen
mit Wärmerückgewinnung, ein ausführlich behandeltes
Thema ist der Einsatz von Luft-Erdwärmetauschern.
Die in Fertigstellung befindliche neue ÖNORM H 6038
für Wohnraumlüftungsanlagen mit
Wärmerückgewinnung wird voraussichtlich als
Mindestvorgabe für die Zuluftfilter die Filterqualität F6
vorschreiben. Aufgrund der deutlich besseren
Reduktion des Feinstaubanteils empfiehlt es sich
jedoch, höherwertigere Feinstaubfilter einzuplanen.
Neben der aktuellen Studie noch Infos zum
Technischen Status von Wohnraumlüftungsanlagen
(Greml, FH-Kufstein)
Download Studien
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Sehr verehrte Damen und Herren!
Ein nach wie vor heiß diskutiertes Thema
sind mögliche gesundheitliche Auswirkungen von
Wohnraumlüftungsanlagen auf die menschliche
Gesundheit.
Wir stellen eine neue Studie vor und bieten sie sowie
weitere Informationen zum download.
Aus gegebenem Anlaß weisen wir auf
Betrügereien hin, im Zuge derer eine Messung
elektromagnetischer Felder angeboten und
anschließend völlig ungeeignete Produkte
verkauft werden. Die gewählte Verkausschiene
basiert meist auf Botschaften der Angst und
Desinformation. Wir liefern dazu die
Hintergrundinformation.
Viel Spaß beim Lesen, die Herausgeber freuen sich
wie immer über Feedback und Hinweise über
interessante Artikel und Veranstaltungen aus dem
Innenraumbereich.
Wir wünschen eine besinnliche Weihnachtszeit und
einen guten Rutsch ins Jahr 2006!
Peter Tappler, Hans-Peter Hutter
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| Betrug mit vorgetäuschten "Elektrosmog"-Messungen |
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Die Diskussion um mögliche Gesundheitsfolgen
elektro-magnetischer Felder hat einen unschönen
Nebeneffekt: Betrügereien in
Zusammenhang mit "Elektrosmog"-Messungen nehmen
immer mehr zu. Meistens folgt der Ablauf dem
gleichen Schema: Nach einem Keileranruf, bei dem
eine "Elektrosmog"-Messung angeboten wird, kommt
der meist völlig fachunkundige "Experte" ins Haus,
misst mit ungeeigneten Messgeräten (z.B.
Handelektrode, potentialgebundene Messungen) und
versucht den Betroffenen zu vermitteln, wie
gesundheitsschädlich die Situation im Bettbereich
wäre - in der Regel aufgrund falscher
Messergebnisse. Anschließend werden Matten,
Pyramiden, Chips und ähnliches zu überhöhten Preisen
angeboten.
Die rechtlichen Folgen derartiger Aktivitäten sind
nicht zu unterschätzen: Das Anbieten von
unwirksamen Produkten erfüllt den Tatbestand des
gewerbsmäßigen Betrugs nach § 169 STGB. Da
die "Elektrosmogexperten" in der Regel keine Befugnis
zum Messen von Feldern besitzen, ist unbefugte
Gewerbeausübung anzunehmen. Zuguterletzt dürfen
laut § 59 GewO vor Ort keine Bestellungen
entgegengenommen werden.
Sie erhalten umfassende Information zum Thema als
download.
Aufgrund der starken Zunahme derartiger
betrügerischen Aktivitäten setzt das IBO gemeinsam
mit mehreren öffentlichen Stellen den Schwerpunkt,
solche Aktivitäten zu bekämpfen und ersucht
Geschädigte, unter 01/9838080 Kontakt aufzunehmen.
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Download Informationen (Studien, Technisches, Rechtsinfo) |
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| Bewertung von Schimmel in Innenräumen |
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Zu Beginn der Jahreszeit, in der es verstärkt zu
Schimmelbefall kommen kann, möchten wir Ihnen
aktuelle Hintergrundinformation liefern.
Zur Sanierung von Schimmel in Räumen müssen
bestimmte Vorgaben in Hinblick auf fachlich korrektes
Vorgehen sowie den ArbeitnehmerInnenschutz
beachtet
werden. Hilfreich ist dabei der 2005 erschienene
deutsche UBA-Schimmelpilzsanierungsleitfaden.
Im Rahmen von Messungen des Innenraum
Mess- und Beratungsservices wurden im vergangenen
Jahr einige Fälle des vor allem auf zellulosehältigen
Materialien wachsenden Pilzes Stachybotrys
chartarum festgestellt.
Da die die vom Pilz abgegebenen Mykotoxine
(Trichothecene) als toxisch gelten, empfiehlt es sich,
bei Befall von Gipskartonplatten, Tapeten,
Zellulosedämmungen und ähnlichem die Anwesenheit
dieses Pilzes in Betracht zu ziehen und bei der
Sanierung entsprechend umsichtig vorzugehen.
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Infos zur Schimmel in Innenräumen |
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| Perchlorethylen bei Putzereianwohnern - ein verdrängtes Problem? |
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Oberflächlich betrachtet scheint es fast so zu sein,
dass
das Problem von in Wohnräume eintretendem Per
(TCE,
Tetrachlorethen) aus Chemisch-Reinigungsbetrieben
in Österreich nicht existent
wäre. Punktuelle Messungen zeigen jedoch, dass der
WIR (Wirkungsbezogener Innenraum-Richtwert) von
250 µg/m³ TCE in diesen Räumen immer wieder massiv
überschritten wird.
Das IBO empfiehlt daher dringend, Innenräume, die an
Chemisch-Reinigungsbetriebe angrenzen, untersuchen
zu lassen. Die Vorgangsweise zu Messsung und
Bewertung wird im Teil TCE der Richtlinie zur
Bewertung der Innenraumluft beschrieben.
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Download Richtwert TCE (224 KB) |
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| Feinstaub in Innenräumen |
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Experten halten vor allem den durch die
Außenluft eindringenden Feinstaub (speziell
Dieselrußpartikel) auf Grund seiner
Inhaltsstoffe für gefährlich, Tabakrauch mit seinen
ultrafeinen Partikeln steht dem jedoch nur wenig nach.
In einer vom deutschen Allergie- und Asthmabund
beauftragte Studie zeigten vorläufige Ergebnisse einer
Studie, dass die Feinstaubkonzentration in
Innenräumen oftmals die Außenluftkonzentration
massiv überschreitet. Bei glatten Bodenbelägen liegt
die Konzentration höher als bei textilen Bodenbelägen
(wir werden bei Erscheinen der Studie weiter
berichten).
Messungen des IBO in klimatisierten Büroräumen mit
hochwertigen Außenluftfiltern zeigten eine starke
Verringerung der Feinstaubkonzentration gegenüber
der
Außenluft. Bauseitig empfiehlt es sich daher, auch bei
kleineren lüftungstechnischen Anlagen
(Wohnraumlüftung) hochwertige Feinstaubfilter
einzuplanen.
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Empfehlungen zu Feinstaub in Büros |
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| Erste Schutzhütte in Passivhausqualität eröffnet |
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Am Schießtlhaus am Hochschwab wurde auf 2200 m
Seehöhe ein Passivhaus in alpinem Gelände
fertiggestellt. Das IBO-Innenraum Mess- und
Beratungsservice führte unter anderem die
Messungen der Luftdichtigkeit durch.
Die „erste Schutzhütte in Passivhausqualität“ basiert
auf einem ökologischen Gesamtkonzept: Holzbau in
Passivhausstandard, energieautarke Bewirtschaftung
auf Basis von Solarenergie, biologische
Abwasseraufbereitung sowie Regenwassernutzung
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Info zum Projekt |
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| Publikationen, Tagungen und Kongresse |
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Das Institut für Hygiene der MUG-Graz sowie das
Institut für angewandte Mikrobiologie veranstalten
vom 24.-25. März 2006 eine interessante Tagung zum
Thema "Pilze im Innenraum". Schwerpunkt sind
medizinische Aspekte, Diagnostik und Bewertung
sowie
Prävention und Sanierung.
Die Broschüre `Wohnen und Gesundheit' der
ÄrztInnen für eine gesunde Umwelt liefert umfassende
Informationen zu wohnmedizinischen Problemen und
erleichtert Abklärungen und Diagnosestellung von
Innenraum-Belastungen. Sie bietet einen
lesenswerten Rundgang quer durch den bunten
Indoor-Gemüsegarten, angefangen von chemischen
Schadstoffen über Umweltpsychosomatik bis zu
rechtlichen Belangen und elektromagnetischen
Feldern.
Bei der Indoor Air 2005 in Peking wurde das
vom Arbeitskreis Innenraumluft am Umweltministerium
entwickelte Richtwertekonzept für VOC vorgestellt.
Das Konzept erweckte bei den deutschsprachigen
Teilnehmern großes Interesse. In
der Praxis werden die Richtwertkategorien vor allem
bei
Sanierungsentscheidungen herangezogen.
Vom 4.-8- Juni 2006 findet in Lissabon die Tagung
Healthy Buildings statt. Wäre doch auch eine gute
Gelegenheit für einen Badeurlaub, oder?
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Publikationen, Tagungsflyer und Links |
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