Innenraum Mess- und Beratungsservice
Innenraum Newsletter
Informationen zu Schadstoffen in Innenräumen Dezember 2004

Inhalt des Newsletters

Positionspapiere des AK Innenraumluft, Schimmelleitfaden

Richtlinie zur Bewertung der Innenraumluft - Summenparameter-VOC

Richtlinie zur Bewertung der Innenraumluft - VOC-Styrol

Wohnraumbelüftungsanlagen und Gesundheit

Personal Computer als Performancekiller

Betrug durch Abschirmmatten im Schlafbereich

Stellungnahme zum "Wissenschaftlichen Beirat Funk"


 

Positionspapiere des AK Innenraumluft, Schimmelleitfaden

Neben der Richtwertsetzung und Ausarbeitung von Richtwerten für die Innenraumluft hat sich der Arbeitskreis Innenraumluft am BMLFUW (Umweltministerium) zur Aufgabe gestellt, zu aktuellen Innenraumthemen, in denen eine Richtwertsetzung nicht vorgesehen ist, Stellung zu beziehen. Die ein- bis zweiseitigen Positionspapiere sollen prinzipielle Vorgangsweisen für Experten festlegen und offene Fachfragen anschneiden.

Die ersten Positionspapiere mit den Inhalten "Schimmelpilze in Innenräumen" und "Luftströmungen in Gebäuden" wurden kürzlich vom AK Innenraumluft veröffentlicht.

Am Beginn der Jahreszeit, in der in der Regel Schimmel zum Thema wird, werden noch ein Konsumenten-ratgeber zu Schimmel sowie der schon in einer früheren Ausgabe vorgestellte Schimmelpilzleitfaden des deutschen Umweltbundesamtes für Experten zum Download bereitgestellt.

Download Positionspapiere AK-Innenraumluft, Schimmelleitfaden und Konsumenteninfo
Sehr verehrte Damen und Herren!

Der vorliegenden Newsletter stellt neue, für die praktische Arbeit sehr hilfreiche Teile der Richtlinie zur Bewertung der Innenraum-luft vor. Die Texte wurden vom Arbeitskreis Innenraumluft am BMLFUW gemeinsam mit der Kommission für Reinhaltung der Luft der Österreichischen Akademie der Wissenschaften erarbeitet und erscheinen im Rahmen der blau-weißen Reihe des Umweltministeriums. Zusätzlich werden zwei aktuelle Positionspapiere des Arbeitskreis präsentiert.

Weiterere Schwerpunkte des Newsletters sind Studien über gesundheitliche Wirkungen von Luftschadstoffen in niedriger Dosis auf Performance, Fehlerhäufigkeit und Arbeitsge-schwindigkeit sowie über Zusammenhänge zwischen zugeführter Luftmenge und gesundheitliche Parameter.

Berichtet wird auch über Wohnraumlüftung und Gesundheit sowie über Betrug und Irreführung von Konsumenten durch den Verkauf von Abschirmmatten, die gegen elektrische Felder wirken sollen.

Viel Spaß beim Lesen, die Herausgeber freuen sich wie immer über Feedback und Informationen über interessante Artikel aus dem Innenraumbereich.

Hans-Peter Hutter, Peter Tappler


  • Richtlinie zur Bewertung der Innenraumluft - Summenparameter-VOC
  • Dieser Richtlinienteil behandelt das Thema Summenparameter flüchtige organische Verbindungen (Summe-VOC). Nach einer Einführung in die Möglichkeiten (und auch Grenzen) der Bewertung der Innenraumluft über Summenparameter werden die unterschiedlichen Messstrategien und Methoden vorgestellt.

    Mit Hilfe von praxisorientierten Bewertungskategorien können konkrete Innenraumsituationen beurteilt werden. Hilfreich ist das Schema vor allem bei der Beurteilung von Sanierungen und bei Kontrollmessungen nach Fertigstellung von Gebäuden.

    Download und Bestellung Richtlinie
  • Richtlinie zur Bewertung der Innenraumluft - VOC-Styrol
  • Der Richtlinienteil VOC-Styrol behandelt eine Chemikalie, deren Hauptquellen in Innenräumen vor allem Feuchteisolierungen und Anstriche sind. Der Richtwert wurde mit 40 µg/m3 festgelegt, er liegt damit in einer Größenordnung, bei der auch der intensive, charakteristische Geruch weitgehend vermieden wird. Der Richtlinienteil behandelt wie immer auch detaillierte Fragen der Messstrategie und Analytik.

    Downloads und Bestellung Richtlinie
  • Wohnraumbelüftungsanlagen und Gesundheit
  • In den letzten Jahren werden kontrollierte Wohnraumbelüftungsanlagen verstärkt mit gesundheitlichen Argumenten beworben. Eine kanadische Studie, bei der die Beschwerden der Bewohner von etwa 60 mechanisch belüfteten Häusern mit denen der Bewohner von konventionellen Häusern verglichen wurde, ergab eindeutige Vorteile bei der Verbessung zahlreicher Beschwerden bei Bewohnern mechanisch belüfteter Häuser (pdf zum download unten).

    Was bei kontrollierten Wohnraumbelüftungsanlagen technisch alles schief gehen kann, beschreibt eine detaillierte und sehr aufschlussreiche Studie der Fachhochschule Kufstein.

    Das IBO führt derzeit gemeinsam mit den ÄrztInnen für eine gesunde Umwelt und dem Ökologieinstitut eine Studie über mögliche gesundheitliche Risiken von Belüftungsanlagen durch (Vorstellung in der nächsten Ausgabe).

    Download Artikel über kontrollierte Belüftungsanlagen
  • Personal Computer als Performancekiller
  • In einer Studie von Bako-Biro et al. (2004) wurden Versuchspersonen dazu aufgefordert, unter kontrollierten Prüfraumbedingungen komplexere Textaufgaben zu lösen. Die Zuluft wurde für die Versuchspersonen nicht einsehbar zum Teil über neue PC's zugeführt.

    Obwohl die PCs keine relevanten Konzentrationen an chemischen Substanzen emittierten, ergaben sich bei Anwesenheit der neuen PC's z.B. dramatische Einbußen in der Leistungsfähigkeit (plus 9% Fehlerquote bei der Textverarbeitung) sowie ein starker Anstieg in der Unzufriedenheit mit der Qualität der Raumluft (13% auf 41%).

    Andere Studien unter ähnlichen Randbedingungen zeigten einen starken Einfluss der Luftmenge auf Performance und gesundheitliche Beschwerden (Wargocki et al. 2000).

    Download Artikel Performance
  • Betrug durch Abschirmmatten im Schlafbereich
  • Der Verkauf von Abschirmmatten als angeblich wirksames Mittel gegen niederfrequente elektrische Felder hat in den letzten Monaten stark zugenommen. In einer derzeit laufenden Kurzzstudie des IBO ergab sich als erste Ergebnisse, dass geerdete Abschirmmatten im Bettbereich in vielen Fällen nicht wie versprochen zu einer Senkung, sondern sogar zu einer teilweise massiven Erhöhung der Feldstärke führen. Die trickreiche Verkaufsstrategie der Firmen, die Abschirmmatten im Heimverkauf vertreiben ist, dass nicht die Feldstärke, sondern die Körperspannung am Schlafplatz mittels Handelektroden gemessen und deren zwangsläufig stattfindende Absenkung als Verkaufsargument benutzt wird.

    Es besteht in dieser Situation jedoch kein wie immer gearteter Zusammenhang zwischen Feldstärke und Spannung. Durch die Ähnlichkeit der Einheiten (Volt für Spannung und Volt pro Meter für die Feldstärke) ist jedoch der Unterschied auch technisch versierten Konsumenten nicht sofort ersichtlich.

    Für von kritischen Experten vermutete gesundheitliche Wirkungen wäre jedoch einzig und alleine die Feldstärke zu betrachten, eine Senkung der Körperspannung ist dagegen völlig irrelevant. Es handelt sich daher um eine (meist gezielt eingesetzte) Irreführung von Konsumenten, in einigen Fällen wird in klar betrügerischer Absicht gehandelt. Die Messungen und Verkäufe werden zudem von Personen durchgeführt, die zu technischen Messungen nicht befugt sind und denen auch in der Regel die grundlegenden Sachkenntnisse für diese Tätigkeit fehlen.

    Betroffene erhalten Informationen unter 01/9838080 (IBO-Innenraum Mess- und Beratungsservice).

    Info über Abschirmmatten und elektrom. Felder
  • Stellungnahme zum "Wissenschaftlichen Beirat Funk"
  • Im Download finden Sie eine Stellungnahme der ÄrztInnen für eine gesunde Umwelt zum sogennanten "Wissenschaftlichen Beirat Funk", der kürzlich ein Positionspapier zu gesundheitlichen Auswirkungen von HF-Feldern veröffentlicht hat.

    Stellungnahme (95 KB)
    Telefon: 0043-(0)1-9838080


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