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| Innenraum-Richtwert
für Formaldehyd |
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Endlich ist es soweit! Die Ableitung eines
Richtwertes für Formaldehyd wurde in der Richtlinie zur
Bewertung der Innenraumluft veröffentlicht.
Vom Arbeitskreis Innenraumluft am Umweltministerium
wurde gemeinsam mit der Österr. Akademie der
Wissenschaften festgelegt, dass die WHO-Richtwerte von
0,10 mg/m³ (Halbstunden-Mittelwert) und 0,06 mg/m²
(Tages-Mittelwert) nicht überschritten werden
sollen.
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| Formaldehyd in
der Sauna |
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Der Schadstoff Formaldehyd ist immer für
Überraschungen gut. Hatten wir noch vor ein paar Monaten
geglaubt, dass das Thema weit gehend abgeschlossen wäre,
wurden wir nun eines Besseren belehrt.
Messungen ergaben, dass relativ große Mengen an
Formaldehyd aus erhitztem Holz abgegeben werden. Es
zerlegen sich dabei die Holzinhaltsstoffe wie z.B.
Lignin und Hemicellulosen.
Der Arbeitskreis Innenraumluft hat es aufgrund der
Vorgaben der Bäderhygiene-Verordnung als sinnvoll
erachtet, allgemeine Empfehlungen zur
Schadstoffvermeidung in Saunen zu veröffentlichen.
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| Richtlinie zur
Bewertung der Innenraumluft |
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Die einzelnen Richtlinienteile der Richtlinie zur
Bewertung der Innenraumluft sind jetzt einfach vom
Server des Umweltministeriums herunter zu laden.
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Innenraum
Newsletter Nummer
11 Januar
2009
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Editorial
Wohin geht das Fachgebiet der "Indoor
Environment Quality", das vor 20 Jahren öffentlich
kaum wahrgenommen wurde? Sicher in eine Phase der
Professionalisierung mit allen
Begleiterscheinungen wie einer größeren
Durchdringung von Regelwerken, Institutionen und
ganz allgemein der "öffentlichen Meinung":
Luft als unverzichtbares
"Lebensmittel", das genauso sauber zu
halten ist wie Trinkwasser, eine
umsichtige Vermeidung elektromagnetischer
Felder gehört mittlerweile zum Standard
modernen Bauens.
Doch diese Entwicklung hat auch seine
Schattenseiten: Trittbrettfahrer,
die das gestiegene Bewusstsein in Bezug
auf Innenraumfaktoren dafür nutzen, ihre
unnötigen oder gar betrügerischen Produkte "an den
Mann zu bringen" (näheres dazu in der bald
erscheinenden Sonderausgabe des Newsletters
über "Unnötiges, Peinliches, Schwindel und
Betrug").
Weiters wird von Experten manchmal eine
Welt konstruiert, die scheinbar nur aus
Schadstoffen, Gefahren und Gesundheitsrisiken
besteht. Wir erweisen damit der Sache einen
gewaltigen Bärendienst. Wenn auf jedem
Holzscheit der Gefahrenhinweis steht: "Achtung -
feuergefährlich!" - wird dies bald niemand
mehr ernst nehmen.
Fachleute haben die Aufgabe,
kritische Betrachtungen
anzustellen. Eine Aufgabe, die im krassen
Gegensatz zu simplem
Schwarz-Weiß-Schablonen-Denken, wie
es heute gern praktiziert wird, steht. Es
ist deshalb wichtig, über wesentliche Themen
kritisch zu informieren und die Möglichkeit zu
bieten, relevante Literatur z.B. einfach über
einen Mausklick zu erhalten.
Wir freuen uns, Ihnen unseren 11.
Innenraum-Newsletter in neuem Outfit präsentieren
zu können. Wir bieten Ihnen wie bisher aktuelle
Informationen aus dem Bereich "Indoor
Environment Quality" - Schwerpunkt
ist diesmal Lüftung und
Formaldehyd.
Wir wünschen viel Spaß beim Lesen
Hans-Peter Hutter & Peter
Tappler | |
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LUft und
KInder - LUKI
Im Rahmen des Kinder- und Umweltaktionsplans
CEHAPE wurde im Projekt LUft und KInder - LUKI vom
Umweltbundesamt in Kooperation mit der
Medizinischen Universität Wien, Institut für
Umwelthygiene und dem Innenraum Mess- und
Beratungsservice des IBO der Einfluss der
Innenraumluft auf die Gesundheit von Kindern in
Ganztagesschulen erhoben.
Es wurde untersucht, in welchem Ausmaß Kinder
in ihrer Schule Umweltfaktoren ausgesetzt sind.
Durch umfangreiche Messungen in den Klassenzimmern
wurden mögliche Schadstoffbelastungen erhoben.
Ergänzend zu den Hausstaub- und Luftanalysen
wurden die Kinder mittels Lungenfunktionstests
medizinisch untersucht und kognitive
Leistungstests durchgeführt. Mittels eines
Biomonitorings von Haarproben und Milchzähnen
wurde die Schwermetallexposition erfasst. Per
Fragebogen wurden weitere Möglichkeiten der
Aufnahme von Schadstoffen außerhalb der Schule
erhoben. Studie LUKI - Langfassung (3,6
MB)
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Studie und neue ÖNORM
über Klassenzimmerlüftungen in Schulen

Die FHS Kufstein Tirol (Andreas Greml)
führte in Kooperation mit der AEE-INTEC, dem
arsenal research, ENERGIE TIROL, dem IFZ-Graz und
dem IBO eine "Evaluierung von mechanischen
Klassenzimmer-Lüftungen in Österreich"
durch.
Für die Evaluierung wurden Befragungen und
Messungen an 16 Schulen bzw. Kindergärten mit
mechanischen Klassenzimmerlüftungen vorgenommen.
Ziel des Projekts war es u.a. die bestehenden
Systeme, typische Mängel aber auch gute
Lösungen aufzuzeigen sowie Qualitätskriterien
bzw. einen Planungsleitfaden zu erarbeiten.
Letztendlich soll damit die Qualität und
Verbreitung von mechanischen
Klassenzimmerlüftungen erhöht werden.
Im November 2008 erschien die neue ÖNORM
H 6039 mit dem Titel "Kontrollierte mechanische
Be- und Entlüftung von Schul-, Unterrrichts- oder
Gruppenräumen sowie Räumen mit ähnlicher
Zweckbestimmung - Anforderungen, Dimensionierung,
Ausführung, Betrieb und
Wartung". Link zur
Studie
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Empfehlung des AK Innenraumluft zu
Schimmel in Innenräumen
Die Schimmelzeit ist da! Rechtzeitig wurde die Empfehlung
des Arbeitskreises Innenraumluft am Umweltministerium
aktualisiert. Im November erschien die neue VDI Richtlinie
4300 Blatt 10, die sich ebenfalls mit diesem Thema
beschäftigt.
Die VDI 4300 Bl. 10 gibt detailliert Auskunft über die
Vorgangsweise und Methodik bei Messung von
Schimmelbestandteilen in Innenräumen. Sie rät allerdings
auch ausdrücklich von Sedimentationsplatten ab, die man
in Österreich in Postämtern und Drogeriemärkten kaufen kann
("Schimmel-Check"), da sich diese nicht für die Bestimmung von
Schimmelpilzsporen-Konzentrationen in Innenräumen eignen.
Dies entspricht auch unseren Erfahrungen: Uns sind Fälle
bekannt, in denen diese billige, aber leider völlig
ungeeignete Methode zu falschen Ergebnissen führte.
Prinzipiell ist zu sagen, dass eine fachgerechte Beurteilung
eines Schimmelbefalls zu komplex ist, um vom Schreibtisch
her erledigt zu werden. Eine klassische Begehung mit
fachgerechter Befundung ist in jedem Fall unverzichtbar!
Zum Downloaden finden Sie auch eine sehr informative
Informationsbroschüre der steiermärkischen Landesregierung zum
Thema Schimmel.
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Aktive Luftbefeuchtung für
Wohnraumlüftungsanlagen
An den kalten Tagen, an
denen die absolute Luftfeuchte im Außenbereich sehr gering
ist, sind Belästigungen durch zu trockene Luft bei
empfindlichen Menschen nicht ausgeschlossen.
Ab sofort ist ein neues, innovatives Produkt der Fa.
Ventech erhältlich: eine kleine Luftbefeuchtungseinheit,
die aktiv die Zuluft auf einen vorher eingestellten Wert
befeuchtet.
Um hygienische Vorgaben zu erfüllen, wurde das Produkt
vom IBO untersucht. Es ergaben sich weder mikrobielle
Belastungen der befeuchteten Luft noch Kontaminationen an
hygienisch relevanten Stellen. Das Befeuchterwasser wird
entionisiert, täglich ausgetauscht und zudem mit einer
UV-Lampe desinfiziert.
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"Baubiologische"
Richtwerte
Seit Jahren werden sogenannte "Baubiologische
Richtwerte" von manchen Baubiologen zur Bewertung von
Innenraumfaktoren angewendet, die mit einiger Vorsicht zu
genießen waren. Störend dabei war auch
die Vereinnahmung und Diskreditierung des Begriffes
Baubiologie durch derartige Empfehlungen.
In der Neuauflage dieser Richtwerte 2008
wurden, obwohl die Autoren dies besser wissen sollten, wieder
Richtwerte für die erdbezogene Messung der elektrischen
Feldstärke sowie für die Körperspannung angeführt, obwohl,
wie sich gezeigt hat, solche Messungen in Innenräumen zu
völlig falschen und verwirrenden Ergebnissen
führen. Darüber hinaus ermöglichen sie
betrügerischen Firmen, unter Nennung dieser Richtwerte
Abschirmmatten und andere nutzlose Produkte zu
vertreiben.
Man glaubte auch, auf die Zitierung der
alten Richtwerte für die Absolutzahl an
Schimmelsporen nicht verzichten zu können, obwohl sich
dieses Konzept als grob falsch und als in der Praxis extrem
irreführend gezeigt hat.
Warum die Mitglieder der "zehnköpfigen
Sachverständigen-Kommission", der auch anerkannte
Mess-Experten wie Dr. Virnich angehören (der in
seinen eigenen Seminaren von der Verwendung der erdbezogene
Messung sowie der Körperspannung dringend abrät!), sich zu der
Unterstützung eines derart hahnebüchenen Unsinns hergeben, ist
schleierhaft.
Weiters ist zu bedenken (wie der Initiator diese
"Richtwerte", der Journalist Wolfgang Maes selbst in
der Zeitschrift Wohnung u. Gesundheit 126, Frühjahr 2008
angibt) dass die Richtwerte streng wissenschaftlich nicht
nachvollziehbar sind. Die Frage drängt sich auf: was dient
denn sonst als Basis als wissenschaftliche Evidenz? Hr.
Maes gibt darauf sinngemäß eine entlarvende Antwort:
Wissenschaft ja, aber nur, wenn sie den "Menschen, der Natur
und dem Leben" dient. Ob dies allerdings der Fall ist,
entscheidet wieder der Autor.....
Das IBO distanziert sich daher ausdrücklich von
diesem auf der Ideologie "Je mehr Angst ich mache, umso
besser" basierenden Richtwertekonzept und empfiehlt,
diese sogenannten "Baubiologischen Richtwerte" nicht für
Gutachten etc. zu verwenden.
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Vom 19.-20. Februar 2009
findet der traditionelle Kongress des Österreichischen
Instituts für Baubiologie und -ökologie (IBO) zum Thema
"Nachhaltig Bauen und Bewerten - vom Energie- zum
Nachhaltigkeitsausweis" in Wien statt.
Die VDI-Tagung in Mannheim vom 24-25. März 2009
widmet sich dem Thema "Schadstoffe in Innenräumen" mit
neuesten Erkenntnissen aus dem Bereich Messung und Bewertung
von Schadstoffen. Ein Thema wird die Bewertung von Gerüchen
sein.
Der fachübergreifende Veranstaltungskalender der AGÖF
gibt einen umfasssenden Überblick über interessante
Veranstaltungen zum Thema "Ökologisches Bauen &
Wohnen, Passivhaustechnologie und Energiefragen" in
Deutschland.
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Wenn Sie interessante Informationen, Artikel oder
Veranstaltungen zum Thema Innenraum kennen, lassen Sie es uns
bitte wissen!
Ein gutes, erfolgreiches und vor allem gesundes neues
Jahr wünschen Hans-Peter Hutter &
Peter Tappler
Ärztinnen und Ärzte für eine gesunde Umwelt
IBO-Innenraum Mess- und Beratungsservice
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